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Architektur & Geschichte - Dr. M. Lange

Die Praxis

Seit 1978 besteht die Zahnarztpraxis in ihrer heutigen Form. Sie wurde von dem Ehepaar Dr. Helga und Dr. Hans-Joachim Demmel zusammen mit Dr. Elke Sander gegründet. Im Jahre 1996 übernahm Dr. Thomas Hofmann die Praxis von Dr. Sander. Im Jahre 2002 übernahm Dr. Matthias Lange die Praxis von Dr. Helga Demmel und führt seit 2005 auch die Privatpraxis Dr. Hans-Joachim Demmel weiter.

Das Gebäude

Der Architekt Curt Hans Fritzsche baute 1951/52 das siebengeschossige Eckhaus Lietzenburger Strasse 51 im Stil der 1920er Jahre für die Berlinische Lebensversicherungsgesellschaft. An der Ecke des Gebäudes erhebt sich über das Dachgeschoss hinaus ein zweigeschossiger runder Pavillon. Aufgrund der kriegsbedingten Zerstörungen im Umkreis war der Bau lange Zeit auch als das “Hochhaus am Rankeplatz” bekannt.

Die 6. Etage links wurde in den ersten Jahrzehnten als Restaurant mit Terrasse genutzt. Später wurden die Terrassen überdacht. Auf der rechten Seite befinden sich heute die Räume der Universal Pictures International (UPI) Deutschland. Auf der linken Seite findet sich die Zahnarztpraxis.

Die Lietzenburger Strasse

Die Lietzenburg war der ursprüngliche Name für die Sommerresidenz von Sophie Charlotte, der Gemahlin von Kurfürst Friedrich III. Als Landhaus geplant, wurde der Hauptbau von 1695 bis 1699 ausgeführt und später mehrfach erweitert. Das Lustschloß lag nahe dem Dorf Lietzow (auch Lützow genannt), das 1239 als “Lucene” erstmals erwähnt wurde und dem Nonnenkloster Spandau unterstand. Nach dem Tod von Königin Sophie Charlotte ließ Friedrich I. 1705 das Schloß Lietzenburg (Lützenburg) und die neu entstandene Siedlung in Charlottenburg umbenennen. In einem Stadtplan Berlins, der vor 1885 entstand, war die heutige Lietzenburger Straße als Weg gekennzeichnet. 1890 war die Straße bereits namentlich eingezeichnet.

Nach Gisela Scholtze (Charlottenburg und seine Straßen. Hentrich 1993) leitet sich der Straßenname (seit 1890) vom Namen des Wohnhauses des Holzhändlers und Kunstmalers Oskar Kruse ab, der seinem Haus in der Nr. 40 den Namen „Die Lietzenburg“ gab. Er nannte sich später Oskar Kruse-Lietzenburg und gilt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Mitbegründer der Künstlerkolonie auf der Insel Hiddensee. In deren Zentrum stand seine dort errichtete Jugendstil-Villa (1904), der er ebenfalls den Namen „Die Lietzenburg“ verlieh. Nach seinem Tode wurde sie von seinem Bruder, dem Bildhauer Max Kruse und dessen Frau, der weltbekannten Puppenmacherin Käthe Kruse, bewohnt. Nach einer wechselvollen Geschichte und jahrelangem Leerstand kann man heute in der liebevoll restaurierten Lietzenburg auf Hiddensee Ferienwohnungen mieten.